Auf Grund hoher momentaner Zuwanderungsraten relativ gut stehen Frankreich, das Vereinigte Königreich und die USA da. Ihr relatives Gewicht könnte sogar noch zunehmen, sofern die Zuwanderung anhält und die Integration der Neuankömmlinge gelingt.
In der Tendenz aber werden die westlichen Industrieländer und Ostasien an Gewicht einbüssen. Nicht nur geopolitisch, sondern auch im Bezug auf die Konsumentenmärkte der Zukunft. Gemäss den Berechnungen von McKinsey machten Nordamerika, Westeuropa und das entwickelte Ostasien im Jahr 1997 satte 61 Prozent des globalen Konsums aus. Heute sind es noch 43 Prozent und im Jahr 2100 dürften es nur noch rund 30 Prozent sein. Afrika, Südostasien und Lateinamerika werden relativ gesehen als Absatzmärkte immer bedeutender.
Die effektive Entwicklung der Wirtschaftskraft und damit der Kaufkraft wird jedoch nicht nur von der Bevölkerung, sondern auch vom Verlauf der Produktivität je Arbeiter abhängen. Die schlechte Nachricht für den Westen: Das Produktivitätswachstum liegt seit 1997 in den meisten europäischen Industrieländern bei weniger als einem Prozent im Jahr. Die USA und Australien sind mit jeweils 1.5 Prozent die löblichen Ausnahmen. Schwellenländer und allen voran China konnten dagegen wegen des Aufholeffekts in der Industrialisierung deutlich höhere Produktivitätsraten verzeichnen.
Die Märkte der Zukunft in Sachen Konsum liegen nicht mehr in Europa oder gar China, sondern in Afrika, Indien und Teilen Asiens. Unternehmen, die in diesen teils immer noch wenig beachteten Regionen über eine gute Marktstellung verfügen, verdienen eine Prämie. Aktien in unseren Fonds mit sehr starkem Geschäft in den demographischen Wachstumsmärkten sind zum Beispiel AB InBev, Unilever, Indofood, Nu Holdings, Standard Bank oder Femsa.