Anlagefonds? Das sagt mir etwas...
Aus unserer Sicht hat der Ruf des Anlagefonds in der Schweiz über die letzten 25 Jahre stark gelitten. Es mag durchaus gute Gründe dafür geben, zum Beispiel die schlechten Renditen von einem Grossteil der Anlagefonds, gepaart mit sehr hohen Gebühren. Entsprechend rasant war der Aufstieg von passiven Fonds, kurz ETF (Exchange Traded Funds), welche bei vielen privaten Investorinnen und Investoren die Anlagefonds verdrängt haben (siehe dazu: Der ewige Kampf: Aktiv gegen Passiv). Doch wie funktioniert ein Anlagefonds überhaupt?
Zahlreiche Anlegerinnen und Anleger investieren unterschiedlich hohe Beträge in einen gemeinsamen Topf und bilden so ein kollektives Vermögen. Die Rahmenbedingungen dieses Kollektivs werden im Fondsvertrag oder Fondsprospekt festgelegt. Dieses Dokument ist auch die Grundlage für die Anlagetätigkeit und definiert, in was genau investiert werden soll. Es gibt Anlagefonds, welche in Aktien, Immobilien, Obligationen, Rohstoffe oder alternative Anlagen investieren oder auch solche, welche in mehrere Anlageklassen gleichzeitig investieren. Als Anlegerin oder Anleger in einem Anlagefonds hält man entsprechend Anteile an diesem Kollektivvermögen und kann diese in der Regel problemlos jederzeit wieder verkaufen. Wir konzentrieren uns in diesem Beitrag auf Anlagefonds, welche in Aktien investieren, da wir Verfechter des langfristigen Aktiensparens sind.
Der Anlagefondsmarkt in der Schweiz ist gigantisch. Die Fondshäuser verwalten in ca. 10‘000 Anlagefonds rund 1‘600 Milliarden Schweizer Franken. Die Mehrheit dieser Anlagefonds stammt von ausländischen Anbietern (rund 80%) und Schweizer Banken. Anlagefonds von kleinen Fondsboutiquen, wie wir eine sind, sind dünn gesät.
Es gibt gute Gründe für Anlagefonds