Versuch es doch einmal mit einem Fonds

Peter Zeier

Anlagefonds sind die perfekten Anlagevehikel, um langfristig erfolgreich Geld anzulegen. Trading-Apps, Krypto-Wahnsinn und ETF-Manie sind allerdings viel spannender und versprechen kurzfristig hohe Gewinne. Doch ein Börsenweiser aus vergangenen Tagen meinte dazu: „Ich kann Ihnen nicht sagen, wie man schnell reich wird; ich kann Ihnen aber sagen, wie man schnell arm wird: indem man nämlich versucht, schnell reich zu werden.“ Dies waren die Worte von André Kostolany. Also bleiben wir doch bei Anlagefonds und nehmen diese etwas genauer unter die Lupe.

Anlagefonds? Das sagt mir etwas...

Aus unserer Sicht hat der Ruf des Anlagefonds in der Schweiz über die letzten 25 Jahre stark gelitten. Es mag durchaus gute Gründe dafür geben, zum Beispiel die schlechten Renditen von einem Grossteil der Anlagefonds, gepaart mit sehr hohen Gebühren. Entsprechend rasant war der Aufstieg von passiven Fonds, kurz ETF (Exchange Traded Funds), welche bei vielen privaten Investorinnen und Investoren die Anlagefonds verdrängt haben (siehe dazu: Der ewige Kampf: Aktiv gegen Passiv). Doch wie funktioniert ein Anlagefonds überhaupt?

Zahlreiche Anlegerinnen und Anleger investieren unterschiedlich hohe Beträge in einen gemeinsamen Topf und bilden so ein kollektives Vermögen. Die Rahmenbedingungen dieses Kollektivs werden im Fondsvertrag oder Fondsprospekt festgelegt. Dieses Dokument ist auch die Grundlage für die Anlagetätigkeit und definiert, in was genau investiert werden soll. Es gibt Anlagefonds, welche in Aktien, Immobilien, Obligationen, Rohstoffe oder alternative Anlagen investieren oder auch solche, welche in mehrere Anlageklassen gleichzeitig investieren. Als Anlegerin oder Anleger in einem Anlagefonds hält man entsprechend Anteile an diesem Kollektivvermögen und kann diese in der Regel problemlos jederzeit wieder verkaufen. Wir konzentrieren uns in diesem Beitrag auf Anlagefonds, welche in Aktien investieren, da wir Verfechter des langfristigen Aktiensparens sind.

Der Anlagefondsmarkt in der Schweiz ist gigantisch. Die Fondshäuser verwalten in ca. 10‘000 Anlagefonds rund 1‘600 Milliarden Schweizer Franken. Die Mehrheit dieser Anlagefonds stammt von ausländischen Anbietern (rund 80%) und Schweizer Banken. Anlagefonds von kleinen Fondsboutiquen, wie wir eine sind, sind dünn gesät.

Es gibt gute Gründe für Anlagefonds

Aktive Verwaltung

Leider werden Anlagefonds oft unterdurchschnittlich erfolgreich verwaltet und ein ETF wäre die bessere Wahl gewesen. Bei den meisten aktiven Anlagefonds - vor allem aus der Bankenwelt – geht es nur darum, mit höheren Gebühren den Gesamtmarkt abzudecken. Die Fondsmanager scheuen sich vor aktiven Wetten und antizyklischem Handeln, da Ihre Karriere auf dem Spiel steht. Wenn man aber nicht anders handelt als die Masse, so kriegt man auch die gleichen Ergebnisse wie die Masse. Wirklich aktives Management, wie wir es betreiben, liefert über die Zeit auch andere Ergebnisse, allerdings nicht immer nur in die positive Richtung. In einem Anlagefonds können wir eine Anlagestrategie effizient und kostenbewusst umsetzen.

Diversifikation

Auch so ein langweiliger und wohl auch zu häufig verwendeter Finanzausdruck, allerdings trotzdem sehr relevant für dich als Investorin oder Investor. All dein Geld auf ein oder zwei Lieblingsaktien oder heisse Tipps zu setzen ist gefährlich. Umso gefährlicher wird es, wenn du einige Male damit Erfolg hast und du dann zu selbstsicher wirst und dann möglicherweise einen hohen Verlust erleidest. Wir sind überzeugt von unserem Aktienselektionsprozess. Natürlich gibt es immer wieder Fehleinschätzungen und Enttäuschungen, welche aber in einem diversifizierten Anlagefonds nicht zu stark ins Gewicht fallen.

Rechtssicherheit

Es gibt vier unabhängige Parteien, welche bei einem Anlagefonds involviert sind: Die Depotbank, welche die Wertschriften (z.B. Aktien) verwahrt, die Fondsleitung, welche die rechtliche Struktur des Fonds unterhält, der Vermögensverwalter welcher die Anlageentscheidungen trifft und die Revisionsstelle, welche den Fonds einmal im Jahr kontrolliert. Sämtliche Parteien sind mit hohen regulatorischen Anforderungen konfrontiert. Ausserdem ist der Anlagefonds im Falle eines Konkurses der Depotbank nicht Teil der Konkursmasse, sondern gilt als Sondervermögen.

En gros Rabatte

Weil der Anlagefonds in der Regel mehr Geld verwaltet als einzelne Privatpersonen, erhält er bessere Konditionen beim Kauf und Verkauf von Aktien, bei Depotgebühren sowie bei Wechselkursen von Währungen. Beim Aktienkauf wie auch beim Währungstausch zahlen wir in unseren Anlagefonds statt im Prozent-Bereich nur Kommissionen im sehr tiefen Promille-Bereich.

Wie wähle ich einen Anlagefonds aus?

Wir haben oben beim Einstieg gesehen, dass es nur schon in der Schweiz eine unüberschaubare Anzahl Anlagefonds gibt. Wie finde ich also den richtigen Anlagefonds für mich?

Zuerst musst du dir im Klaren sein, wieviel Geld du investieren willst und mit welchem Risiko. Unterschiedliche Anlagestrategien führen nämlich auch zu unterschiedlich hohen Schwankungen. Schwankungen alleine sind nicht unbedingt ein Risiko, führen aber oft zu Nervosität und Fehlern. Eine Obligation schwankt tendenziell sehr wenig, bringt dafür aber im Normalfall auch geringe Erträge. Aktien schwanken stark, sind aber langfristig sehr renditestark. Meistens gibt es ein paar einfache Fragen zu deiner finanziellen Situation und deinem Risikoappetit, welche dir bei dieser Entscheidung helfen können. Ansonsten ist ein klärendes Gespräch mit uns bestimmt hilfreich.


Aber auch hier hilft uns André Kostolany weiter: „Kurzfristig ist es riskant in Aktien zu investieren, langfristig ist es riskant, nicht in Aktien zu investieren.“

Den richtigen Anlagefonds zu finden ist sehr schwierig. Einige wichtige Ausschlusskriterien können aber helfen, die Fondsselektion etwas zu vereinfachen:

  • Kaufe keinen Fonds, dessen Anlagestrategie du nicht verstehst. Lass dir die Strategie und das Portfolio genau erklären und hab keine Angst, Fragen zu stellen. Investiere lieber zu Beginn genug Zeit, als dass du später negative Überraschungen erleben könntest. Komplexe Strategien, Themenfonds und Blackboxes solltest du vermeiden.

  • Kaufe nur Fonds, in welche der Fondsmanager auch investiert ist. Die Entscheidungsträger sollten „Skin in the Game“ haben, also am Erfolg oder Misserfolg des Anlagefonds persönlich beteiligt sein. Aus unserer Sicht solltest du deswegen unbedingt nach kleineren Fondsboutiquen Ausschau halten, da diese eben „Skin in the Game“ haben und meistens auch deutlich weniger Bürokratie und Führungszwängen unterliegen.

  • Kaufe nur Fonds mit einer verständlichen Kostenstruktur. Kosten schmälern langfristig deinen Anlageerfolg, also schaue dir diese genau an. Allerdings ist schlussendlich die Zahl unter dem Strich, also die Rendite nach Kosten, entscheidend. Und sei vorsichtig, wenn der Anlagefonds eine Performance Fee hat oder sonst von der Kursentwicklung abhängige Kommissionen belastet.

Starte jetzt deine Reise mit Anlagefonds

Hast du deinen Anlagefonds gefunden? Dann starte so früh wie möglich mit deiner Reise. Denn die Frage ist nicht, wann du investieren sollst, sondern wie lange du investiert bleiben solltest.

Was meinen wir damit? Kurzfristig schwanken die Aktienmärkte stark und den idealen Einstiegszeitpunkt zu finden ist extrem schwierig bis unmöglich. Viel wichtiger ist, dass du dein Geld lange investieren kannst und so vom Zinseszinseffekt optimal profitieren kannst. Aus unserer Sicht brauchst du nämlich nur zwei Merkmale, um langfristig erfolgreich beim Investieren zu sein: Zeit und Geduld.


Zeit: Am besten 20 und mehr Jahre, in welcher Zeit du das Geld nicht brauchst.

Geduld: Damit du dich nicht von den Schwankungen und Marktstimmungen zu Fehlern verleiten lässt.

Ok, als drittes brauchst du natürlich noch etwas Geld, welches du auf die Seite legen kannst.😉

Sparplan: Für die beiden Merkmale "Zeit und Geduld" scheint ein schon fast zu einfaches System genau das Richtige zu sein: ein monatlicher Sparplan. Dabei investierst du monatlich einen fixen Sparbatzen in deinen Anlagefonds. Das Geld kannst du in deinem Budget einplanen und auf die Seite legen. Durch das stetige Investieren kannst du die Auswirkungen von grossen Marktschwankungen ausgleichen. In starken Marktphase kaufst du weniger relative teure Aktien, dafür kannst du in schwachen Marktphasen wieder günstiger investieren.

Wieso mit Spectravest?

Wichtig ist, dass du etwas machst mit deinem Geld, es muss nicht zwingend mit uns sein. Aber du kannst es dir nicht leisten, nichts zu machen. Wieso mit uns? Hier zwei Argumente, die dich bei deiner Entscheidung vielleicht unterstützen:

  • Wir haben über die letzten 18 Jahre beweisen können, dass wir mit unserer aktiven Value-Strategie (für die Value-Interessierten: Value – Tod und Wiedergeburt) für unsere Kundinnen und Kunden Mehrwert generieren können. Unten dargestellt siehst du die Entwicklung nach allen Kosten des Quantex Global Value Fund im Vergleich zu einem globalen Aktienindex.

  • Auch in der neuen Chatbot-Welt gibt es bei Spectravest noch reale Menschen, die sich um deine Anliegen kümmern und sich auch Zeit für eine persönliche Beratung nehmen.
Performance Global Value
Die Grafik zeigt die Netto-Performance des Quantex Global Value Funds seit der Lancierung 2008 im Vergleich mit dem Bloomberg Wolrd Net Return Index.

Starte mit einem Teil deines Geldes mit uns und vergleiche die Entwicklung mit deinen anderen Anlagen, so kriegst du über die Zeit ein Gefühl für unsere Anlagestrategie. Wir sind überzeugt, dass du eine positive Erfahrung mit Anlagefonds machen wirst. Und übrigens gibt es unsere Aktienstrategie auch für die dritte Säule.

Themen

  • Fonds
  • Sparen
  • Vorsorge

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