Aktien Plus / Minus
Moritz Nebel
April Update! Eine Aktie hat den Weg in unser Portfolio gefunden, eine andere wurde verkauft.
April Update! Eine Aktie hat den Weg in unser Portfolio gefunden, eine andere wurde verkauft.
Im März haben wir mit der London Stock Exchange (LSEG) einen weiteren vermeintlichen KI-Verlierer ins Portfolio aufgenommen. Neben dem klassischen Börsengeschäft bietet LSEG umfassende Finanzdaten- und Analysetools sowie Indizes und Benchmark Produkte an. Mit der Übernahme von Refinitiv im Jahr 2021 ist der Daten- und Analyseteil mit 44% zum wichtigsten Umsatzblock geworden. Die Abwicklung und der Handel über die Börse in London machen etwa ein Drittel der Umsätze aus. Das hochprofitable Geschäft mit den FTSE-Russel-Indizes trägt 11% bei. Ausserdem hält LSEG eine Mehrheitsbeteiligung an Tradeweb, einem führenden Börsenplatz für den Handel mit Anleihen und Zinsderivaten. Die Aktie geriet im generellen Abverkauf von Softwareaktien stark unter Druck, da die Befürchtung besteht, dass neue KI-Agenten das Datenanalyse-Geschäft bedrohen. Wir halten die Befürchtungen für überzogen, da jede KI nur so gut sein kann, wie der Datensatz, auf der sie läuft. LSEG hat durch die vertikale Integration in alle Ecken des Börsenhandels die besten und aktuellsten Finanzdaten. Wir glauben sogar eher, dass dieser Datenfundus im KI-Zeitalter noch wertvoller wird. 2022 ist LSEG ausserdem eine zehnjährige Partnerschaft mit Microsoft eingegangen und Microsoft hat etwa vier Prozent der Aktien von LSEG erworben. Die zusammen entwickelten KI-Anwendungen werden in die bestehenden Produkte integriert. Die Wachstumshistorie von LSEG ist beeindruckend. In den letzten 20 Jahren ist der Gewinn je Aktie um jährlich 13% gestiegen. Auch die aktuellen Zahlen geben keinen Anlass, am Geschäftsmodell zu zweifeln. Ausserdem hat sich die Kapitalallokation spürbar verbessert. Auf den Druck des Aktivisten Elliot Management hat das Management für dieses Jahr einen Aktienrückkauf von 3 Milliarden Pfund (ca. 6% der ausstehenden Aktien) angekündigt. Das KI-Narrativ ermöglicht uns den Einstieg in ein weiteres, fundamental starkes Unternehmen zu einer sehr attraktiven freien Cashflow-Rendite von 6%.
Unilever gab bekannt, das Nahrungsmittelgeschäft an den Gewürzhersteller McCormick zu verkaufen. Unilever erhält 15.7 Milliarden Dollar und 65% der Aktien von McCormick. Wir finden diesen Deal schlecht. Unilevers Nahrungsmittelteil generiert circa 70% des operativen Gewinns der neuen McCormick. Dieser operative Gewinn wird durch die zusätzliche Zinslast der neuen Schulden um mindestens 800 Millionen geschmälert. Am Ende bekommen die Aktionäre von Unilever über die zugeteilten McCormick-Aktien ein Nahrungsmittelgeschäft mit 2 bis 2.2 Milliarden Dollar Gewinn und einen Schuldenberg von über 20 Milliarden Dollar. Unilever war ohnehin nahe am fairen Wert und angesichts dieser schlechten Kapitalallokationsentscheidung und der Vielzahl an neuen Ideen verkaufen wir die Aktie.
Livio Arpagaus
19.06.2026 • 1 Min.
Juni Update! Eine Aktie hat den Weg in unser Portfolio gefunden, eine andere wurde verkauft.
Peter Frech
15.06.2026 • 6 Min.
An den Finanzmärkten schlägt das Pendel immer extremer in Richtung sorgloser Spekulation aus. In diesem Umfeld vermeiden wir wilde Wetten auf zyklische Firmen und setzen voll und ganz auf Qualitätsaktien.
Livio Arpagaus
19.05.2026 • 1 Min.
Mai Update! Eine Aktie hat den Weg in unser Portfolio gefunden, eine andere wurde verkauft.